Ersatzturnier für den diesjährigen Jugendländerpokal in Kassel-Vellmar

Ursprünglich sollte, nach Verschiebung wegen der Corona-Pandemie im Frühjahr, am 21. bis 23. Oktober der diesjährige Jugendländerpokal in Kassel-Vellmar und Lohfelden stattfinden. Der Termin im Oktober stellte zwar die größte Schnittmenge im Ferienkalender der Bundesrepublik für die Teilnehmer*innen dar, jedoch meldeten sich zu wenig Jugendliche und junge Erwachsene zu dem Turnier an. Als Alternativlösung organisierte der DMV zusammen mit dem 1. MGC Kassel-Vellmar ein Einladungsturnier für Jugend- und U23-Spieler*innen. So konnten sich die spielenden Jugendlichen nach langer Corona-Pause wiedersehen und sich vor der kommenden Winterpause trotzdem messen. Auch für mögliche Kaderentscheidungen bezüglich der Weltmeisterschaft im eigenen Land nächstes Jahr, bot sich das Turnier für den Jugendbundestrainer Mark-Dominik Klemm an. Der Wettkampf war für das ganze Wochenende angesetzt, Training fand selbstorganisiert an ein bis zwei Tagen vor dem Turnier statt. Damit auch Spieler*innen, die erst später anreisen konnten, ein Training garantiert werden konnte, war der Start auf unübliche 14:30 Uhr am Samstag gelegt. Darauf folgten drei Runden Strokeplay nach Geschlechtern getrennt. Am Sonntag trat ein geschlechtergemischtes Teilnehmerfeld im Matchplay-Modus gegeneinander an.



Der Samstagmorgen gestaltete sich komplizierter als erwartet. Der Frost am Morgen zwang die Ausrichter dazu, die gefrorenen Bahnen mit Flammeneinsatz aufzutauen. Erst dann war ein letztes Training und Einspielen bis zum Start am Nachmittag möglich. Bei der männlichen Jugend legte Kai Stelzer (Bochumer MC/NBV) gleich zu Beginn eine fast perfekte Runde an den Start, womit ihm eine Überraschung gelang. Das ihm nachfolgende Feld, unter anderem besetzt mit Kaderspieler Lauro Klöckener (MSK Neheim-Hüsten/NBV) und erfahrenen Spielern wie Ole Riewe (TG Höchberg/BMV) oder Tristan Kleiner (1. BGC Wolfsburg/MVBN), konnte in der ersten Runde nicht mithalten. Bei der weiblichen Jugend setzten sich Kaderspielerin Elena Weber (1. BGC Landshut/BMV) sowie die beiden Neuzugänge im Jugendkader Felicitas Haubrock (1. MGC Kassel-Vellmar/MVBN) und Marie-Sophie Rotermund (BGC Celle/MVBN) an die Spitze.

In der zweiten Runde konnte Kai Stelzer seine Leistung bestätigen und setzte sich mit 41 Schlägen deutlich an die Spitze. Mit 46 Schlägen folgte ihm Pascal Börger (VfB Osnabrück/NBV), der dicht gefolgt von Tristan Kleiner mit 48 Schlägen war. Die anderen Teilnehmer bewegten sich im Bereich von 50 bis 51 Schlägen. Bei den Mädels kristallisierte sich nach der zweiten Runde die Spitze heraus. Vorne duellierten sich Felicitas Haubrock und Marie-Sophie Rotermund mit 46 Schlägen. Ihnen folgte dicht Lena Hoogen (VfB Osnabrück/NBV) mit 47 Schlägen. Elena Weber lag mit 48 Schlägen nur knapp hinter den Treppchenplätzen bevor es in die letzte Runde ging.




Ein durchgehend stabil guten Tag konnte sich Kai Stelzer auf sein Protokoll schreiben. Er gewann souverän mit 64 Schlägen. Dahinter gestaltete sich das Feld eng. Tristan Kleiner,  Pascal Börger und Ole Riewe, der sich mit einer 19 nach vorne spielen konnte, mussten in ein Dreier-Stechen. Dieses konnte Tristan vor Ole für sich entscheiden. Für den Neuling Pascal blieb leider nur der vierte Platz. Auch bei den Mädels war die letzte Runde spannend. Felicitas Haubrock konnte sich mit einer tollen Leistung von 68 Schlägen den Sieg sichern. Dahinter mussten Elena Weber und Lena Hoogen mit 72 Schlägen ins Stechen. Marie-Sophie verpasste dieses Stechen ganz knapp mit 73 Schlägen. Im Stechen konnte sich Lena gegen Elena durchsetzen und belegte damit den 2. Platz.

Am Sonntagmorgen ging es für die Jungs und Mädels in das Matchplay. Es nahmen 14 Spieler*innen teil, sodass es direkt ins Achtelfinale ging. Um den Baum zu vervollständigen, erhielten das Match 1. gegen 16. und 2. gegen 15. jeweils ein Freilos. Der Matchplay-Baum wurde nach den Ergebnissen des Vortages gesetzt, sodass die Freilose an Kai Stelzer und Felicitas Haubrock gingen. Das Match zwischen Elena Weber und Daniel Ertl (1. MGC Murnau/BMV) ging mit 3:1 an Elena. Tristan Kleiner gewann souverän mit 7:1 gegen Michelle Pichol (Backumer Tal Herten/NBV). Lauro Klöckener siegte gegen Marie-Sophie Rotermund mit 6:4. Im Viertelfinale trafen interessante Spieler*innen aufeinander. Kai Stelzer setzte sich mit 4:3 gegen Pascal Börger durch und steht im Halbfinale. Tristan Kleiner gewann 6:4 gegen Elena Weber und tritt damit in er nächsten Runde gegen Kai an. Ole Riewe siegte 3:1 gegen Torben Oldhafer (TSV Salzgitter/MVBN). Lauro Klöckener zog mit 6:2 gegen Felicitas Haubrock in Halbfinale ein und trifft da auf Ole. In den Halbfinals waren sich die beiden Partien einig. Kai Stelzer gewann deutlich mit 4:0 gegen Tristan Kleiner, genauso wie Ole Riewe 4:0 gegen Lauro Klöckener gewann. Im Finale musste sich Kai Stelzer knapp Ole Riewe geschlagen geben. Im Spiel um Platz 3 siegte Lauro Klöckener gegen Tristan Kleiner.




Überraschungen des Turniers waren im Strokeplay die beiden Gewinner. Sowohl Kai als auch Felicitas haben zuvor keine Nominierungsturniere oder nationale Maßnahmen gespielt. Es herrschte eine durchweg positive Stimmung, so berichteten die Teilnehmer*innen. Wie zuletzt auf den Filzgolf-Masters in Olching wurde in Kassel während des Trainings und des Turniers Musik angespielt. Laut der Teilnehmer*innen hat das die Stimmung deutlich gelockert und das Spielen entspannt. Das Gefüge zwischen den Teilnehmer*innen war sehr familiär. Aufgrund der geringen Teilnehmeranzahl konnten sich die Spieler*innen gut austauschen und sogar abends gemeinsam essen gehen. Auch, wenn wir uns in Zukunft wieder größere Turniere mit mehr Teilnehmer*innen wünschen, freuen wir uns, dass dieses Jugendturnier die Freundschaften untereinander fördern und stärken konnte.


Michaela Krane
Jugendpressesprecherin


 
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