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Bericht des Girls Camp 2018: BewusstSein


Wie macht man den Minigolfsport speziell für Mädchen attraktiver? Dieser und viele weitere Themenschwerpunkte waren Teil des jährlichen GirlsCamp, welches nun schon zum dritten Mal stattfand. Zum einen ging es wieder darum, sich selbst weiter zu entwickeln, wobei der Schwerpunkt hauptsächlich darauf lag achtsamer und bewusster zu handeln und zum anderen darum, die Bedingungen für Mädchen und junge Frauen im Minigolfsport zu verbessern.

Los ging es am 23.11.2018, an dem sich alle sechs Teilnehmerinnen und Simone Kohfeld als Leiterin abends in Wiesbaden in der Jugendherberge zusammengefunden haben. An diesem Abend ging es erst einmal darum sich gegenseitig kennenzulernen und die Erwartungen an das GirlsCamp sowie den Ablauf der folgenden beiden Tage zu besprechen. Nach einem etwas längeren, gemütlichen Abend mit viel Gequatsche und einer anschließend erholsamen Nacht ging es dann am nächsten Tag los mit dem ersten Seminarteil.
Hierbei ging es speziell darum, die Atemtechnik mit Meditation zu verbessern, bzw. bewusster zu atmen um Stresssituationen zu vermeiden oder mit diesen besser umgehen zu lernen. Unsere Referentin Claudia Möllenberg erklärte erst die Theorie und führt dann praktische Übungen mit uns durch, die uns sicherlich nicht nur beim Minigolf weiterhelfen können.



Dies wurde nach dem Mittagessen im zweiten Seminarteil nochmals vertieft, bei dem die Mädels von Mahdi Shubbar, einem Personal Trainer, gecoacht wurden. Zunächst machte Mahdi deutlich, wie wichtig „innere“ Stärke und der Glaube an sich selbst ist und zeigte anschließend wie man diese, unter anderem durch eine gute Körperhaltung, nach außen ausstrahlt.

Dies wurde auch praktisch angewandt, durch Meditation und einer kleinen Sporteinheit mit ein paar zusätzlichen Selbstverteidigungstricks. Zum Schluss gab Mahdi den Mädels auf Nachfrage noch einen kleinen Einblick in die Hypnose, in dem er eine Traumreise mit ihnen machte, was bei allen wirklich sehr gut ankam. Im Allgemeinen kann man sagen, dass dieser Seminarteil bei allen Mädels sehr gut ankam, was man daran sehen kann, dass aus eigentlich drei geplanten Seminarstunden doch plötzlich fünf geworden sind.

Vom Abendessen gestärkt, ging es anschließend zum letzten Programmpunkt des Tages. Die Gruppe hatte hierbei die Aufgabe in einem Escape-Room gemeinsam verschiedene Rätsel zu lösen um den Tresor mit dem „Schatz“ darin öffnen zu können. Mit viel Elan und Zusammenarbeit konnte dieser von der Gruppe in sehr guter Zeit geknackt werden. 



Am Sonntag, dem letzten Seminartag ging es dann speziell darum sich gezielt mit den Themen Damenspielbetrieb und allgemein Mädchen und Frauen im Minigolfsport zu befassen. Zuallererst ging es darum zu überlegen was gut und was nicht so gut läuft. Anschließend sollte eine Traumvorstellung, wie der Minigolfsport aussehen sollte, bildlich dargestellt und mit einer Überschrift versehen werden. In dieser Traumvorstellung, welche die Mädels ausgearbeitet haben, gab es genauso viele weibliche als auch männliche Spieler, die auch in den Mannschaften jeweils gleichstark vertreten waren. Des Weiteren gab es in dieser Vorstellung auch keine gemischte Bundesliga, sondern zwei parallele Ligen. Eine für die Damen, die andere für die Herren, jedoch beide mit derselben Struktur und gleicher Spieleranzahl in den einzelnen Mannschaften. Die Überschrift dazu lautete: „Vorstellung von Gleichwertigkeit/Gleichberechtigung der Geschlechter“.

Beim nächsten Schritt ging es dann darum zu überlegen, wie diese Vorstellung Wirklichkeit werden kann und was dafür getan werden muss. Hierbei kamen die Mädels zu dem Ergebnis, dass das Hauptproblem die im Vergleich zu den männlichen Spielern sehr geringe Anzahl von weiblichen Spielerinnen ist. Um das zu ändern überlegten sich die Mädels also, wie man speziell Mädchen und junge Frauen für den Minigolfsport begeistern kann. Hierbei sind zahlreiche Vorschläge und Ideen zusammengekommen und es hat sich deutlich herausgestellt, wie wichtig für die Erreichung des Zieles die Kommunikation innerhalb der Vereine, Landesverbände und dem Bundesverband ist. Genauso spielt auch das ehrenamtliche Engagement bei der Umsetzung eine sehr große Rolle.



Es waren spannende Diskussionen und Überlegungen, die allerdings leider mit dem Mittagessen beendet werden mussten. Nach der anschließenden Evaluation verabschiedeten sich alle und machten sich wieder auf den Heimweg.

Die Traumvorstellung und Ergebnisse der Diskussionen wurden nach dem Wochenende von Simone an die entsprechenden Ansprechpartner weitergeleitet. Dadurch lässt sich in Zukunft eventuell die Traumvorstellung, welche die Mädels als Gruppe ausgearbeitet haben, auf die eine oder andere Art verwirklichen.

An dieser Stelle auch nochmal ein großes Dankeschön an Tobias Heintze und Simone Kohfeld für die Planung und die tolle Leitung des diesjährigen GirlsCamp, sowie natürlich auch an alle Teilnehmerinnen, ohne die das GirlsCamp natürlich gar keinen Sinn machen würde.

Sarah Schumacher




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