Jugendländerpokal und U23-Vergleichskampf: Spannend bis ganz zum Schluss

Die Wettkämpfe des diesjährigen Jugendländerpokal und U23-Vergleichskampf sind Geschichte! In der jüngsten Geschichte, also nach der Änderung in 2017 (Ein Team besteht nichtmehr aus sechs Spielern, sondern aus vier Spielern, wobei das schlechteste Rundenergebnis nicht gewertet wird solange eine weibliche Teilnehmerin im Team ist) war es noch nie so lange bis zum Schluss offen, wer den Teamwettbewerb für sich entscheiden kann.

Donnerstag:
Gestartet wurde auf der Eternitanlage in Rheinau-Freistett. Die ersten Sonnenstrahlen drängten bereits zum Start um 9 Uhr auf die Anlage durch. Nach den ersten Runden auf der Miniaturgolfanlage zeigte sich, dass die 18 Bahnen sehr gute Ergebnisse zuließen, wenn man die anspruchsvollen Startbahnen meistern konnte. Der Vorjahressieger NBV I, der letztes Jahr im eigenen Bundesland in Wanne-Eickel noch seinem Erzrivalen MRP mit über 20 Schlägen Vorsprung keine Chance ließ startete mit drei roten Runden (25-29 Schläge) und 76 Schlägen, nachdem das schlechteste Resultat „gestrichen“ wurden nicht optimal ins Turnier. Die Delegation aus Rheinland-Pfalz (MRP), sowie das zweite Team aus NRW (NBV 2) verzeichneten jeweils 68 Schläge. Die gleiche Schlagzahl brachte auch das Team aus Bayern mit den Kaderspielern Raphael Hintermeier und Fabian Hofmann (BMV I) zu Papier.
Erfreulich ist, dass sich die Anzahl an Jugendteams im Vergleich zum Vorjahr von neun auf zehn erhöht hat; vier Bundesländer stellten zwei Mannschaften.
Nach den ersten vier Runden des Wettbewerbs führte bei den Jugendmannschaften das Team um Jugendnationalspieler Robin Dickes (NBV 2), der aufgrund des DMV-Pokal Final-4 in Wanne-Eickel erst verspätet anreisen konnte. Bei diesem Event glänzte Dickes mit einem Sieg gegen Nationalspieler der allgemeinen Klasse Sebastian Piekorz. Sechs Schläge hinter dem NBV 2 lauerte der MRP mit dem BMV 2.
Den U23-Teamwettbewerb dominierte der NBV mit über 20 Schlägen Vorsprung vor dem BMV und MVBN (Niedersachsen).

Freitag:

Leider spielte das Wetter nicht mit, daher entschied das Schiedsgericht den Start nach hinten zu verschieben. Von ursprünglich vier geplanten Runden, hatte man nach dem verschobenen Start das Ziel, drei Runden am Freitag in Ohlsbach auf Beton zu spielen.
Die Jury verkündete, dass die letzte Runde für den Mannschaftswettbewerb am Samstag in Rheinau-Freistett stattfinden wird. Die Platzierungen nach dem zweiten Turniertag entschieden auch über den „Baum“ der Matchplay-Duelle.
Gegen 12:30 Uhr konnte schließlich mit einem „Kanonenstart“ der zweite Tag beginnen. Es zeigte sich schnell, dass bei diesen Bedingungen vieles vom Betreuerteam und von den Spielern abverlangt wurde. So musste die ein oder andere Schlagvariante in der Einspielzeit noch umgestellt werden, da die Trainingsbedinugnen mit Sonnenschein und deutlich höheren Temperaturen deutlich verschieden zur Turniersituation waren. Der BMV I spielte keine grüne Runde und verlor zur Spitze, auf den NBV II, weitere acht Schläge. Der MRP, um den amtierenden Jugendweltmeister Silvio Krauss, konnte mit dem führenden Team mithalten und die bis dahin beste Mannschaftsrunde auf der Betonanlage mit 85 Schlägen spielen. Eine Runde später unterbot das erste Team aus Hessen (HBSV I) diesen Score und spielte eine starke Mannschaftsrunde mit 84 Schlägen. Im gleichen Moment spielte das Team BMV I eine phänomenale Runde und konnte mit 77 Schlägen mal soeben 19 Schläge auf den Leader NBV II aufholen und nach Tag 2 die Tabelle anführen. Was ein Kracher!
Beim Mannschaftswettbewerb der U23 blieb alles unverändert: Beim ersten Platz sollte nichts mehr anbrennen. Silber und Bronze ist weiterhin offen, der Samstag sollte die Entscheidung bringen.

Ein jubelnder Fabian Hofmann


Samstag:
Es regnet und es regnet. Doch dann verkündete Schiedsrichter Michael Löhr um 10:22 Uhr, dass in den nächsten Minuten laut Regenradar ein „trockenes Zeitfenster“ sein wird und man versuchen möchte, die letzte Mannschaftsrunde mit einem Kanonenstart spielen möchte. Es kam auch so und nach einer kleinen Anfangsunterbrechung konnte tatsächlich gespielt werden. Es war ein offener Wettkampf, womöglich so offen wie sonst noch nie. Die ersten vier Plätze trennten nur wenige Schläge. Durch eine starke Abschlussrunde des NBV II konnte, der JLP-Titel im Landesverband von Nordrhein-Westfalen bleiben. Platz 2 ging an den BMV I, Platz 3 sicherte sich der MRP knapp vor dem Vorjahressieger NBV I.
Bei den U23 Mannschaften siegte der NBV. Das Rennen um Silber entschied der BMV für sich. Bronze ging an den MVBN.

Selina Krauss an den Stäben


Ein herzliches Dankeschön gilt den ausrichtenden Vereinen, dem Landesverband Baden, allen Coaches und Teilnehmern.

Manuel Szablikowski
Jugendpressesprecher


 
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