Das erweiterte Führungszeugnis

Ein Baustein unseres Gesamtkonzepts zur Prävention sexualisierter Gewalt ist das erweiterte Führungszeugnis. Es stellt ein Instrument der Gefahrenabwehr dar, durch das der Sportverband mögliche Informationslücken in Bezug auf die persönliche Eignung der in seinem Auftrag Tätigen überprüfen kann. Es kann somit ausgeschlossen werden, dass bereits rechtskräftig verurteilte Täter/-innen, deren Strafe noch nicht verjährt ist, Aufgaben im Sportverband oder -verein übernehmen. Zudem können Trainer/- innen und Übungsleiter/- innen sich dadurch bewusst werden, dass sie eine äußerst verantwortungsvolle Aufgabe im Verband übernehmen und sich für diese zunächst ausweisen müssen.

Das Präsidium des DMV hat in seiner Sitzung vom 13./14. Januar
2018 festgelegt, dass zukünftig "von  den  Präsidiumsmitgliedern  des  DMV,  dem  angestellten Leistungssportpersonal, den Fachbetreuern und den sonstigen Angestellten das erweiterte Führungszeugnis vorzulegen [ist]." Der Vorstand der DMJ hat ebenfalls beschlossen, das erweiterte Führungszeugnis vorzulegen.

Das erweiterte Führungszeugnis ist darüber hinaus Voraussetzung für die Erlangung von Fördermitteln aus dem Kinder- und Jugendplan des Bundes und der Leistungssportförderung des Bundesministerium des Innern. Als Teil des dsj-Stufenmodells ist es ein Mindeststandard zur Prävention sexualisierter Gewalt. Die Prävention von Belästigung und Missbrauch ist darüber hinaus im Unterattribut 10.5 in PotAS (Potentialanalysesystem) zu finden und damit ein Baustein zur Bewertung der perspektivischen Leistungserbringung von Spitzenverbänden.
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