U23-Challenge in Asarum: Schwedische Teams dominieren ihr Heimspiel!

Am 22. März begann für acht Spieler und zwei Betreuer aus ganz Deutschland, die Mission U23 - Challenge in Schweden. Mit dabei waren Anna Rümmelin (Inzlingen), Sarah Schuhmacher (Tuttlingen), Lukas Neumann (Mainz), Marc Dominik Klemm (Homburg), Christian Zielaff (Wesel), Johannes Lieber (Leipzig), Manuel Szablikowski (Mainz) und Jan-Peter Lichtenberg (Homburg). Das Trainerteam bestand aus Torsten Schück (Mainz) und Sebastian "Schnitzel" Kube (Dormagen).

Einige von uns mussten bereits sehr früh starten, sodass wir uns pünktlich in Frankfurt bzw. Kopenhagen treffen konnten. Für Schnitzel begann die Maßnahme weniger erfreulich. Sein Koffer kam nicht wie geplant mit der selben Passagiermaschine aus Düsseldorf, sondern flog stattdessen mit einer anderen Maschine nach Berlin. Nach einer kurzen Stärkung fuhren wir  dann in zwei Leihwagen endlich nach Asarum, Schweden. Noch am gleichen Tag ging es in die Halle zum Trainieren. Mit Lukas hatten wir einige Erfahrung an Bord. Aufgrund seines Studiums war er vor kurzem in Schweden und spielte ebenfalls zwei Turniere in einer der bekanntesten Indoor-Minigolfhallen in Schweden. Dank diesen Kenntnissen und dem Videopistenplan dauerte das Austrainieren der Miniaturgolfanlage nicht lange.



So konnte am nächsten Tag, nach einem kurzem Austausch von Erfahrungen vom Vortag, bereits relativ schnell mit dem Spielen von Runden begonnen werden. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten stellten sich bereits einige gute Mannschaftsrunden ein.
Auch am Freitag spielten wir weiterhin einige Trainingsrunden, mitunter auch im Matchplayformat, als Vorbereitung für das Wochenende. Am Abend stieg dann die Eröffnungszeremonie, bei welcher nach den üblichen Reden, noch typisch schwedisches Essen aufgetischt wurde. Danach wurden die Teilnehmer und Betreuer nochmal aktiv. An fünf Stationen wurden in gemischten Gruppen lustige Spiele absolviert, welche teils mit Glück und teils mit Können zu tun hatten. Der Spaß und das Zwischenmenschliche standen dabei im Vordergrund.

Am Samstag ging es dann endlich los. Gespielt wurde wie die letzten Jahre auch im Matchplaymodus über das ganze Team gesehen. Ziel ist es in den vier Matches über das gesamte Team gesehen so viele Bahnen zu gewinnen, wie nur möglich. Allerdings, „galten“ einige Matchplayregeln, wie z.B. das sofortige Beenden der Bahn bei einer bereits erfolgten Punktevergabe nicht, sodass auch nach acht gespielten Runden ein individueller Strokplaywettbewerb zustandekommt.

Unsere Startaufstellung lautete so folgt:
Deutschland 1: Marc Dominik Klemm, Anna Rümmelin, Johannes Lieber, Jan-Peter Lichtenberg
Deutschland 2: Lukas Neumann, Sarah Schuhmacher, Christian Zielaff, Manuel Szablikowski



Das Turnier startete sofort mit einem deutsch-deutschen Duell. Dieses konnte Deutschland 2 knapp mit 13:12 gewinnen. Doch dies sollte auf längere Zeit der einzige Sieg einer deutschen Mannschaft sein. Deutschland 1 verlor danach, genauso wie Deutschland 2 gegen beide schwedischen Teams. Diese konnten ihren Heimvorteil, welchen sie durch zahlreiche Meisterschaften auf dieser Anlage hatten, gnadenlos ausnutzen.

Während Deutschland 2 etwas überraschend ebenfalls gegen Portugal verlor, konnte hier Deutschland 1 ihren ersten Sieg einfahren. Im darauffolgenden zweiten deutschen Duell konnte erneut Deutschland 2 als Sieger hervorgehen, bevor sie Team Schweden 2 in einem knappen Duell zumindest ein Unentschieden abringen konnten. Gegen Schweden 1 war das zweite deutsche Team ebenfalls „machtlos“. Genau in dieser Runde, zeigten die Skandinavier ihre beste Teamleistung des Turniers mit 79 Schlägen über vier Personen („blauer“ Schnitt!). Deutschland 1 konntet zum Ende des ersten Tages zumindest noch Portugal besiegen und somit  den zweiten Sieg des Tages einfahren.

Am Abend des ersten Turniertages war die Stimmung logischerweise etwas gedrückt. Ein Einzug in das Finale war bereits für keines der deutschen Teams mehr möglich. Ernüchterung! Das Ziel war es jetzt, beide deutschen Teams ins "kleine Finale", ins Spiel um Platz 3 zu bekommen und nochmal zu zeigen was wir doch wirklich können.

Das gelang Deutschland 1 gleich zu Beginn des zweiten Turniertages dann ziemlich gut. Sie besiegten das favorisierte Team Schweden 1 überraschend deutlich mit 15:8. Gegen Schweden 2 setzte es dann allerdings wieder eine Niederlage. Deutschland 2 konnte ihr letztes Spiel in der Vorrunde gegen Portugal souverän gewinnen. Somit trafen unsere beiden Teams im Spiel um Platz 3 aufeinander. Die Goldmedaille spielten die Schweden unter sich aus.



Auch das dritte deutsche Duell konnte Deutschland 2 für sich entscheiden und somit Platz 3 perfekt machen. Im Finale gewann Schweden 1 mit dem nahezu übermächtigem Elias Zachariassen. Ihm gelang im Verlauf des Turniers dreimal die Traumrunde 18. In der Einzelwertung konnten ebenfalls noch zwei Medaillen gewonnen werden. Sarah gewann bei den Damen Bronze, genauso wie Lukas bei den Herren.

Nach der Siegerehrung ging es für uns dann relativ schnell los in Richtung Flughafen nach Kopenhagen um unsere Flüge nicht zu verpassen. Schließlich hatten wir noch eine ca. zwei stündige Autofahrt in die Hauptstadt Dänemarks vor uns. Am späten Abend waren dann auch alle wieder sicher zuhause. Es war bestimmt nicht das erfolgreichste Turnier der Nationalmannschaft in letzter Zeit, aber nichtsdestotrotz eine tolle Erfahrung. Zum Schluss geht unser Dank noch an die beiden Betreuer Torsten und Schnitzel, die tolle Arbeit geleistet haben und an die Ausrichter in Schweden, die sich ersichtlich viel Mühe bei der Organisation dieses U23-Wettbewerbs gegeben haben.

Text::Johannes Lieber / Manuel Szablikowski
Bilder: Jasmin Hansson


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