8. Juniorteamseminar: Extremismus, Diskriminierung und Konfliktmanagement

Am Wochenende vom 3.-5. November fand in der Sportschule Duisburg Wedau die 8. Auflage des Junioteamseminars statt. Die DMJ wurde dieses Mal von acht Jugendlichen aus ganz Deutschland vertreten. Leider hatten wir zwei krankheitsbedingte Ausfälle zu beklagen. Als Seminarleiter war wieder unser Jugendsekretär der DMJ Tobias Heintze mit angereist und zusätzlich duften wir den DMV-Vizepräsidenten Breitensport Frank Vogel begrüßen.

Nachdem am Freitagabend alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer angekommen waren brachen wir zum Abendessen in einem chinesischen Restaurant auf. Nach der Vorstellungsrunde und der inhaltlichen Einführung ließen wir den Abend gemeinsam ausklingen.



Am nächsten Morgen begannen wir nach dem Frühstück mit dem Seminarteil 1. In diesem Teil hatte Frank eine Präsentation vorbereitet, in der es um einen Teil unserer Hauptthemen, nämlich Extremismus und Diskriminierung, ging. Durch diese Präsentation sollten wir primär erstmal erfahren, was überhaupt "Extremismus" oder "Diskriminierung" bedeutet. Angefangen haben wir mit dem Extremismus. Dort gab es zu klären, wie man Extremismus bei Menschen erkennt und wie diese dann geprägt sind. Wir haben ebenfalls über die Häufigkeit gesprochen, wie viele Extremisten bei uns aufzufinden sind und dass es eigentlich nicht so viele sein dürften. Auch über Probleme haben wir diskutiert. Als Beispiel dafür: Die Präsenz der Extremisten bei Fußballspielen. Dort entstehen oft Probleme durch Beleidigungen und Diskriminierung, wobei wir nun direkt beim nächsten Thema sind: Diskriminierung. Dort stellten wir uns erneut die Frage: Was bedeutet es eigentlich jemanden zu diskriminieren? Wann fängt es an? Zu dieser Frage haben wir in Gruppen zu einzelnen Fallbeispielen die Diskriminierungsmerkmale, Arten und Lösungsideen herausgearbeitet. Letztendlich kamen wir zu dem Entschluss, dass Diskriminierungen erst durch das kategorisieren der Menschen hervorgerufen wird. Dann denken manche Menschen über positive, negative oder neutrale Stereotypen nach, die zu der Menschengruppe passen sollten. Anschließend überragt dann das Vorverurteilungen, was auch zu einer ablehnenden Haltung der Menschengruppe führt. Letztendlich kommt dann die Handlung ins Spiel. Die Haltung gegenüber der Menschengruppe wirkt abwertend und sie verhalten sich unfair. Danach sprachen wir noch über Merkmale, Formen, Folgen und Abgrenzungen bei Diskriminierungen.



Nach diesem Seminarteil brachen wir, nach dem gemeinsamen Mittagessen, zu unserer Freizeitgestaltung auf, in den Klettergarten. Dort hatte jeder die Möglichkeit sich zu amüsieren und so manche Höhenangst wurde mehr oder weniger auch überwunden. Zurück im Seminarraum stand die Planung der darauffolgenden Seminare auf der Tagesordnung: Was soll im kommenden Jahr Thema werden? Dabei kamen wir zum Entschluss, dass wir einen Imagefilm für die DMJ auf die Beine stellen wollen und haben dazu schon ein paar Ideen gesammelt. Diesen langen Tag schlossen wir dann mit dem Abendessen ab und nachdem wir noch Achims Auftritt bei Schlag den Henssler zugeschaut hatten gingen auch alle müde zu Bett.

Am letzten Tag begannen wir nach dem Frühstück wieder mit einem Seminarteil. Heute drehte es sich aber, anders als gestern, um Konfliktmanagement. Was ist eigentlich ein Konflikt? Wodurch entstehen Konflikte? Und wie kann ich sie auf bestmögliche Art lösen? Die erste Frage ließ sich recht einfach beantworten: Ein Konflikt ist eine Situation zwischen zwei Menschen und beide vertreten eine eigene Meinung, die sich auch nicht einfach ändern lässt. Die zweite Frage war schon komplexer. Aber wir haben auch festgestellt, dass die meisten Konflikte durch Kommunikationsfehler hervorgerufen werden, doch auch andere Aspekte spielen durchaus eine Rolle. Ein anderes Thema war für uns noch Framing. Vielleicht können viele mit dem Wort nichts anfangen, aber es bedeutet, dass ungleiche Formulierungen von Botschaften, mit demselben Inhalt, beim Gegenüber das Verhalten beeinflussen können. Dazu veranstalteten wir zuletzt noch ein Rollenspiel und verbesserten im Verlauf die Verhaltensweisen der beiden Charaktere, so dass sie ihren Konflikt lösen konnten.



Mit dem gemeinsamen Mittagessen endete das Juniorteamseminar. Es hat sehr viel Spaß gemacht! Vielen Dank an alle!

Melissa Krane
DMJ-Juniorteam

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