Länderkampf Deutschland - Schweiz vom 1.-3.12 2006 in Olten/CH

Max Krämer schlägt den Weltmeister

Zum Vergrößern bitte AnklickenFreitag nach der Schule war es soweit. Mit zwei Kleinbussen reiste die deutsche Auswahlmannschaft in die Schweiz. Bus 1 startete in Nordrhein-Westfalen. Michael Löhr nahm von dort Tobias Ramcke und Sebastian Peffer mit. Dann ging es zum Frankfurter Fernbahnhof, um die drei Niedersachsen, Katrin Waschke, René Fricke und Christian Roselieb einzusammeln und dann hieß es ab in den Süden. Bus 2 startete in Mainz. Bernd und Petra Szablikowski luden in Frankenthal die Saarländer, Laura Müller, Manuel Eckert und Max Krämer sowie Anna Nitschke und Sebastian Schwind ein. Nun fehlte nur noch Sabrina Gries, die kurz nach dem Walldorfer Kreuz auf einem Parkplatz auf uns wartete. Leider verspäteten wir uns um eine halbe Stunde wegen eines Staus rund ums Walldorfer Kreuz. Aber danach lief es für den Rhein-Main-Express. Michael hatte es da schon schwerer. Er fuhr von einem Stau in den nächsten, so dass er erst kurz nach 22.00 Uhr mit seiner Besatzung in Olten ankam. Der Rest testete ab 19.00 Uhr schon einmal die Anlage. Die ersten Trainingsschläge zeigten, dass die Anlage einige knifflige Bahnen hatte.

Empfangen wurden wir von Urs Schmid, der uns die Bahnen im Kurzdurchgang und unsere Unterkunft, einen Zivilschutzbunker bei einer Sporthalle, zeigte. Angelegt ist die Bahn in einem alten Hallenschwimmbad, das vor 20 Jahren stillgelegt wurde und danach mit 18 Eternitbahnen ausgelegt wurde. Die Bahnen sind auf drei Ebenen verteilt. Eine sehr schöne Minigolfhalle und so ganz anders wie in Deutschland.

Nachdem sich alle mit dem ungewöhnlichen Domizil vertraut gemacht hatten und sich jeder einen Schlafplatz eingerichtet hatte, wurden die Nationalmannschafts-T-Shirts und Trainingsanzüge ausgeteilt und noch ein bisschen gequatscht. Gegen 23.00 Uhr kehrte Ruhe im Bunker ein. Acht Uhr hieß es am nächsten Morgen aufstehen, duschen und zur Abfahrt bereit machen. Auf dem Weg zur Halle schnell noch Frühstück einkaufen und das Training konnte für alle beginnen.

Zum Vergrößern bitte AnklickenIn Kleingruppen trainierten wir die Bahnen aus. Bis zur Mittagspause hatten wir festgelegt, wie wir die 18 Bahnen spielen wollten. Michael versorgte uns wie gewohnt mit Essen und Getränken und bei manchen wunderten wir uns, was da so alles reinpasst. In den Runden, die wir dann nachmittags spielten, zeigte sich schon, was alles möglich war. Von 18 bis 30 war alles dabei. Zum Abschluss des Trainingstages gaben wir die Mannschaftsaufstellungen bekannt und spielten eine Runde in der Startreihenfolge. Wir Betreuer setzten ein Getränk für eine Runde 98 oder besser bei den Mädels und 165 oder besser bei den Jungs aus. Beide Mannschaften verpassten ihr Ziel knapp.

Roger Cadosch, Spitzensportbeauftragter im schweizerischen Verband, eröffnete den Länderkampf, mit einer kurzen Rede und danach gab es ein Abendessen, zu dem wir von den Schweizern eingeladen wurden. Noch saßen die beiden Mannschaften getrennt an den Tischen, dies änderte sich dann später, als alle Spielerinnen und Spieler sich im Bunker wiedersahen. Dort war dann gemütliches Beisammensein mit Karten spielen und erzählen angesagt. Anna Nitschke war ganz interessiert "schwyzerdütsch" zu lernen und hatte mit Sabrina und Bettina Bürki zwei Lehrmeisterinnen, die ihr so schwierige Wörter wie "Chuchikäschtli" (Küchenschrank) oder "Wienechtsma" (Weihnachtsmann) beibrachten. Am Sonntag zur Abfahrt war die Liste der Schweizer Spezialausdrücke schon eine DIN A4-Seite lang. Gegen 23.00 Uhr gingen auch an diesem Abend die Lichter aus und im Bunker wurde es still.

Sonntagmorgen hieß es dann um 6.00 Uhr raus aus den Kojen und zusammenpacken, damit wir uns ab 7.00 Uhr einspielen konnten. Danach gab es Frühstück für alle und der Wettkampf konnte beginnen. Die erste Runde starteten wir mit beiden Mannschaften gut ins Turnier waren bei den Mädels punktgleich und die Jungs führten sogar mit drei Schlägen. Die Mädels hielten das Turnier bis zur 4. Runde spannend, lagen sie doch nur 5 Schläge hinter den Schweizerinnen vor der letzten Runde. In dieser zeigten die Eidgenossen dann mit einer 89, was auf dieser Anlage so gespielt werden kann und unsere Mädels mussten sich mit dem 2. Platz zufrieden geben. Wenn man bedenkt, dass bei den Schweizerinnen drei aus dem diesjährigen Nationalteam dabei waren, die bis zur letzten Runde in Odense um eine Medaille kämpften, dann ist das ein sehr gutes Ergebnis unseres Nachwuchsteams.

Zum Vergrößern bitte AnklickenBei der Jungenmannschaft war es nicht mehr ganz so spannend, da uns die Schweizer in der 2. Runde zeigten, dass sie dieses Turnier gewinnen wollten. Und das taten sie dann auch, allerdings spielte unser Jüngster, Max Krämer, ein Traumturnier und damit das beste Ergebnis aller Teilnehmenden. Respekt, denn im Schweizer Team standen immerhin drei Odense-Fahrer und unter ihnen war auch Simon Marti, der Weltmeister. Bei der Siegerehrung, die Vitus Spescha, der schweizerische Jugendbundestrainer, machte, erhielten alle ein kleines Erinnerungsgeschenk (s. Foto).

Und dann hieß es Abschied nehmen, Sachen in den Bussen verstauen und die Heimfahrt antreten.

Das deutsche Team bedankt sich noch einmal ganz herzlich für die schweizerische Gastfreundschaft und die gelungene Organisation des Länderkampfs. Die Gegeneinladung haben wir - die Betreuer - schon ausgesprochen, so dass es 2007 wieder heißen kann "Dem Nachwuchs eine Chance!"

Petra Szablikowski


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