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| Tagebuch |
| 1. SPIELTAG Der erste Wettkampftag verlief für das deutsche Team sehr ordentlich. Die Jungs starteten mit einer sehr starken ausgeglichenen Runde auf Beton. Mit 173 übernahm man die Führung, musste aber auch erkennen, dass andere Teams auch locker in den grünen Bereich reinspielen können. Auf Eternit dann ein kleiner Dämpfer., Startspieler Karsen Roselieb erwischte einen blöden Start und musste eine 25 hinnehmen. Als dann auch noch die Nr. 2 Sascha Spreier einen Vierer am Töter fabrizierte, sah es doch recht düster für das deutsche Team aus. Doch der Rest der Truppe beherzigte unser Motto "Teamgeist" und vollendete noch zu einer respektablen 129 und brachte uns noch vor Schweden (130). In der zweiten Betonrunde musste wieder Kasten einen Schock verdauen. Zwei Dreien an den ersten beiden Bahnen, kein Ass im Vorderfeld und dann noch den fast obligatorischen Dreier an Bahn 7. Drei über nach Bahn 7. Ufff. Doch drei Asse von neun bis elf brachten ihn wieder halbwegs in die Spur und sein Team fightete sogar noch für eine grüne Runde. Mit 181 wurde das Ziel knapp verfehlt und die anderen Teams schockten uns dann alle mit grünen Runden. Platz zwei gemeinsam mit Tschechien und neun Schuss hinter Schweden. Die Situation hatten wir schon in Pombal... Die Mädels schlugen sich wacker und hätten ohne die Vielzahl individueller Fehler für eine kleine Sensation sorgen können. Einzig Anika Föllmer schaffte einen ausgeglichen Wettkampf ohne Krisen. Jasmin Uhl musste sich mehrfach "aus dem Dreck ziehen", was ihr aber toll gelang. Dafür, dass den Madels die internationale Erfahrung fast gänzlich fehlt, kann man Hoffnung auf den zweiten Tag haben. Vielleicht geht alles ein wenig entspannter und dann kann man sogar mit den anderen Teams mithalten. Zumindest konnte man ersten Tag die Situation so einschätzen. Drückt uns die Daumen Deutschland. Eure Jugendnationalmannschaft aus Dänemark 3. SPIELTAG Die Mannschaftswettbewerbe sind vorbei. Unsere Mädels wurden, wie von Realisten nicht wirklich zu erwarten Fünfter, unsere Jungs holten Silber. Obwohl die Mädchenmannschaft in der Lage war die Trainingsergebnisse nochmals zu steigern, konnte man an die Klasse der international erfahrenen Teams nicht anknüpfen. Erfreulich, dass dies auf Eternit gelang, doch auf der kniffligen Betonanlage fehlte es einfach an Durchschlagskraft und den nötigen grünen Runden. Trotzdem dürfte das stark verjüngte Team schon im kommenden Jahr etwas bessere Aussichten haben. Unsere Jungs lieferten sich wirklich bis zum Schluss einen tollen Kampf mit den Vorjahrestopteams Schweden und Tschechien. Der Wechsel von Tilo Thomsen brachte den erhofften Schwung am Schlusstag und abermals eine topp Eternitrunde (unser Team spielte unter 21). Aber auch die starke Betonleistung wussten die Schweden in jeder Sekunde zu kontern und so konnte man am Ende erhobenen Hauptes und mit deutlichem Vorsprung auf Tschechien den Vize-WM-Titel feiern. Heute geht es nun noch darum die ordentlichen Einzelergebnisse in Zählbares umzuwandeln. Grüsse aus Dänemark Euer Jugendteam 2006 ABSCHLUSSBERICHT Der Finaltag in Odense brachte für das deutsche Team noch eine Bronzemedaille durch Gerrit Britz, der sich durch einen mächtigen Schlussspurt auf der Betonanlage noch an dem lange in Führung liegenden Schweden Johan Nilson vorbeispielen konnte. Dabei sah es in der Runde alles andere als rosig aus. Drei deutsche Jungs (Sascha Spreier, Gerrit Britz und Lucas Scholz) spielten in einer Paarung. Alle neun Superfinalisten hatten noch Chancen auf einen Podestplatz, wobei nach der Eternitrunde schon eine leichte Überlegenheit des Schweizers Simon Martin festzustellen war. Der eigentliche Topfavorit Peter Eisenschmitt patze dann schon auf den ersten Betonbahnen und verlor den Anschluss. Unsere Jungs wurden bereits an Bahn 1 in Aufregung versetzt. Sie bekamen einen dänischen Schreiber und zusätzlich eine Anzeigetafel mit allen drei Namen mit auf die Runde. Leider stimmte die Reihenfolge auf der Anzeigetafel nicht mit der geplanten Spielreihenfolge überein. Sascha spielte vor, dann Gerrit und am Ende Lucas. Die beiden letzt genannten hätten allerdings in umgekehrter Reihenfolge spielen müssen. Oberschiedsrichter Didl Helmke war sofort zur Stelle und gab denn beteiligten Jungs schriftliche Ermahnungen. Eine Menge Aufregung, die unser Team doch ein wenig verwunderte, da ein ähnlicher Fehler der Schweden und Tschechen in der letzten Mannschaftsrunde beim zweiten Spieler vom schwedischen Schiedsrichter sehr moderat und ruhig gelöst wurde. Dort wurde die Reihenfolge richtig gestellt und weiter gemacht. Aber egal, die Jungs fanden schnell wieder zum wesentlichen zurück und spielten eine prima Teamworkrunde. Es machte Spaß den Dreien zuzuschauen, nur ein paar Asse hätten fallen dürfen. An Bahn 5 drei Topschläge, kein Ass... In der Vorgruppe schaffte der Tscheche Ivan Macho den Anschluss und in der Schlussgruppe entwickelte sich immer mehr ein Zweikampf zwischen Simon Marti und dem aktuellen Europameister Karel Molnar aus Tschechien. Dem lange führenden und sorglos spielenden Schweden Nilson wurde wohl doch langsam bewusst, bei welchem Turnier er eigentlich spielte und ließ deutlich nach und zeigte Schwächen. Doch gerade unser Topmann Gerrit Britz würgte im Mittelfeld ziemlich rum. An Bahn 12 zu langsam gespielt, Bahn 13 Heimatschuss. Doch den sehr schweren Pött verwandelte der Deutsche Meister und danach gab es kein Halten mehr. Von Bahn 14 bis 18 zog Gerrit durch und alles musste der Schwede mit anschauen. Das Ass von Gerrit an Bahn 16 brachte dann den entscheidenden Vorteil und Die Bronzemedaille. Der sichtlich entnervte Nilson musste dann auch noch eine Zwei an Bahn 18 über sich ergehen lassen. Der totale schwedische Triumph (3 Goldmedaillen) wurde durch den Schweizer Simon Marti verhindert, der sich in einen Spielrausch beförderte und sogar noch einen Fehler an Bahn 18 erlauben durfte, um den Titel für die Eidgenossen zu holen. Aus deutscher Sicht ein erfreulicher Einzeltag mit Bronze für Gerrit, den Plätzen 6 für Sascha Spreier und 8 für Lucas Scholz. Im Schafften der Jungs spielte sich Anika Föllmer mit einer starken Doppelrunde noch auf Platz 8 vor. Fast wäre auch noch der Einzug ins Finale gelungen, doch die starke Tschechin Jana Nakladalova machte diesen Traum mit ihrer 50er-Doppelrunde kaputt und kam von Platz 13 noch ins Finale der Top 6. Der Abschlussabend fand in sehr würdigem Rahmen im Vip-Bereich des dänischen Topfußballvereins Odense BK statt. Eine schöne Veranstaltung, bei der das deutsche Team den Erfolg ausgiebig feierte. Wir bedanken uns für die deutsche Unterstützung, insbesondere bei den vielen deutschen Fans aus dem norddeutschen Raum, die uns toll angefeuert haben. Eure Jugendnationalmannschaft |
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